Wärmepumpe im Altbau: Funktioniert das in Hannovers Bestand?

Ob eine Wärmepumpe im Altbau funktioniert, entscheidet nicht das Baujahr, sondern die Vorlauftemperatur, die das Haus braucht.

„Eine Wärmepumpe lohnt sich nur im Neubau." Das hört man oft, und es stimmt nicht. Auch viele Altbauten in Hannover lassen sich gut mit einer Wärmepumpe heizen. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern ob die Anlage richtig ausgelegt ist. Genau das prüfen wir gründlich, statt es zu raten.

Worauf es im Altbau wirklich ankommt

Drei Dinge entscheiden, wie effizient deine Wärmepumpe im Bestand läuft:

  • Die Heizlast. Wie viel Wärme braucht dein Haus an einem kalten Tag? Das berechnen wir nach Norm, statt es zu schätzen.
  • Die Vorlauftemperatur. Je niedriger die Temperatur, mit der dein Heizsystem auskommt, desto sparsamer arbeitet die Wärmepumpe. Hier lohnt oft schon ein hydraulischer Abgleich.
  • Die Heizflächen. Oft reichen die vorhandenen Heizkörper aus. Wo nötig, tauschen wir gezielt einzelne aus, statt pauschal alles zu erneuern.

Ehrliche Prüfung statt Pauschalurteil

Manche Anbieter sagen pauschal Ja, andere pauschal Nein. Wir machen es anders. Mit einer Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und unserer Baubarkeitsprüfung schauen wir dein Haus konkret an: Dämmzustand, Heizkörper, Aufstellort, Hausanschluss. Danach weißt du verlässlich, ob und wie deine Wärmepumpe im Altbau funktioniert.

Förderung gibt es gerade für den Bestand

Die KfW-Heizungsförderung ist für Bestandsgebäude gemacht. Beim Tausch einer alten Gas- oder Ölheizung sind für Anträge ab 21.07.2026 bis zu 80 %* Zuschuss möglich. Gerade im Altbau, wo die alte Heizung oft ohnehin am Ende ist, rechnet sich der Umstieg deshalb häufig schneller, als viele denken.

Kurz erklärt

Vorlauftemperatur
Die Temperatur, mit der das Heizwasser zu den Heizkörpern läuft. Je niedriger sie sein darf, desto sparsamer arbeitet die Wärmepumpe.
Heizlast
Die Wärmeleistung, die dein Haus am kältesten Tag braucht. Sie bestimmt die Größe der Anlage.
Baubarkeitsprüfung
Der Vor-Ort-Termin, bei dem wir prüfen, ob und wie die Wärmepumpe in dein Haus passt.

*Bis zu 80 Prozent Förderung = Grundförderung 30 Prozent + Klimabonus 16 Prozent + Einkommensbonus 40 Prozent. Voraussetzungen: selbstnutzende Eigentümer, funktionsfähige Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder Gas- bzw. Biomasseheizung ab 20 Jahren, anrechenbares zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro (bei mindestens einem minderjährigen Kind werden einmalig 10.000 Euro abgezogen), Antrag im Zeitraum 21.07.2026 bis 31.01.2027 (danach sinkt der Klimabonus halbjährlich). Gedeckelt auf 80 Prozent von höchstens 28.000 Euro förderfähigen Kosten der ersten Wohneinheit, also höchstens 22.400 Euro Zuschuss.

Stand: Juli 2026. Die genannten Förderwerte gelten für Anträge ab 21.07.2026 (Reform der Heizungsförderung).

Häufige Fragen

Brauche ich für eine Wärmepumpe im Altbau eine Fußbodenheizung?+
Nein. In vielen Bestandshäusern funktioniert die Wärmepumpe auch mit vorhandenen Heizkörpern. Ob das bei dir passt, zeigt die Heizlastberechnung.
Muss ich vorher das ganze Haus dämmen?+
Nicht zwingend. Oft genügen gezielte Maßnahmen wie ein hydraulischer Abgleich oder einzelne größere Heizkörper. Wir sagen dir, was wirklich nötig ist.
Was, wenn mein Altbau ungeeignet ist?+
Dann sagen wir es dir ehrlich, statt dir etwas einzubauen, das nicht funktioniert. Wie die verbindliche Prüfung nach deiner Beauftragung abläuft, liest du im Ratgeber zur Baubarkeitsprüfung.