Kosten-Vergleichsrechner

Neue Öl- oder Gasheizung oder Wärmepumpe?

Der ehrliche Vergleich über einen Zeitraum, den du selbst wählst, bis zu 25 Jahre: Anschaffung, Förderung und Heizkosten von Öl, Gas und Wärmepumpe, gerechnet nach der BEG-Reform 2026.

Unverbindlicher Vergleich von Öl, Gas und Wärmepumpe über bis zu 25 Jahre, ohne Anmeldung.

Region Hannover

Was dieser Rechner für dich macht

So rechnet der Vergleich

Er vergleicht zwei Wege über einen Zeitraum, den du selbst wählst, bis zu 25 Jahre: noch einmal eine neue Öl- oder Gasheizung, oder der Umstieg auf eine Wärmepumpe. Gerechnet wird nicht nur der Kaufpreis, sondern das, was am Ende zählt: Anschaffung nach Förderung, Energiekosten Jahr für Jahr, der steigende CO2-Preis und auf Wunsch die Finanzierung mit monatlicher Rate.

Was du dafür brauchst: deine heutige Heizungsart und ungefähr deinen Jahresverbrauch. Wenn du den nicht zur Hand hast, schätzen wir ihn aus Baujahr, Wohnfläche und Gebäudetyp. Alles Weitere ist freiwillig und macht das Ergebnis nur genauer.

Was am Ende herauskommt: dein Kostenunterschied über den gewählten Zeitraum, das Jahr, ab dem sich der Umstieg gerechnet hat, deine voraussichtliche Förderung nach der BEG-Reform 2026 und der Betrag, der nach Abzug der Förderung übrig bleibt. Du kannst jede Annahme selbst verstellen und siehst sofort, wie sie wirkt. Wie diese Rechnung funktioniert, erklären wir im Ratgeber.

Der Rechner ist eine Orientierung, kein Angebot. Wie deine Zahlen konkret aussehen, sagt dir eine Beratung vor Ort.

Bestandsheizung

So lesen Sie das: Sie kaufen 1 Kilowattstunde Gas oder Öl ein. Ihre Heizung macht daraus zum Beispiel 0,85 Kilowattstunden Wärme, der Rest geht verloren. Die Wärmepumpe dreht das um: Aus 1 Kilowattstunde Strom macht sie rund 3,8 Kilowattstunden Wärme. Das ist ein Wirkungsgrad von 380 Prozent, und genau das ist die Magie hinter der Wärmepumpe.

Neue Wärmepumpe

Der ehrliche Vergleich: Wenn Ihre Heizung jetzt ausfällt i

Die meisten Eigentümer stehen nicht vor der Wahl „Wärmepumpe oder nichts", sondern „neue Heizung ODER neue Wärmepumpe". Auch eine neue Gas- oder Ölheizung kostet Anschaffung und Einbau, bekommt aber keine Förderung und trägt steigende CO₂- und Biotreppe-Kosten. Deshalb zählt die Mehrinvestition, nicht der volle Wärmepumpen-Preis. Hinweis: In Kommunen mit beschlossener Wärmeplanung (Großstädte wie Hannover) ist der Einbau einer neuen reinen Gas-/Ölheizung nach GEG §71 nur noch eingeschränkt bzw. mit steigendem EE-Anteil zulässig. Der Rechner rechnet zugunsten der fossilen Variante nur mit der Biotreppe.
Neue fossile Anlage als realistischen Vergleich einrechnenVergleicht Investition + Folgekosten: neue Ölheizung gegen neue Gasheizung gegen neue Wärmepumpe. (Aktiviert zugleich die Biotreppe, da die Alternative eine neue Öl- oder Gasheizung wäre.)

Praxis-Hinweis: Pufferspeicher & Lastverschiebung i

Kein übergroßer Pufferspeicher nötig. Standard 300 bis 500 Liter reicht.

Warum? Ein Pufferspeicher verliert 1 bis 3 kWh/Tag an Wärme (Standverluste). Bei einem überdimensionierten 1.000-L-Speicher in der Übergangszeit (Herbst/Frühling, etwa 10 bis 15 kWh Heizbedarf/Tag) gehen 15 bis 20 % der gespeicherten Energie als Verlust verloren. Die WP muss nachheizen, die effektive JAZ sinkt.

Was stattdessen hilft: Die Gebäudemasse (Wände, Estrich, Decken) ist ein kostenloser thermischer Speicher mit deutlich geringeren Verlusten. Über die SG-Ready-Schnittstelle kann die WP in Niedrigpreis-Stunden die Vorlauftemperatur um 2 bis 3 °C anheben. Das gibt 2 bis 4 Stunden Verschiebepotenzial, ohne Extra-Investition.

Dynamischer Stromtarif + SG-Ready: mit den Standardwerten ~190 €/J. Ersparnis bei ~4.900 kWh Wärmepumpen-Stromverbrauch; bei hohem verschiebbarem Anteil und Spread bis ~580 €/J. Ohne größere Zusatzinvestition (intelligentes Messsystem vorausgesetzt).

Fossile Energiekosten

Strom & CO₂

GMG-Biotreppe i

Biotreppe einrechnenAktivieren, wenn Ihre Alternative ein neuer Gas-/Ölkessel ist: Für neu eingebaute Kessel gilt ab 2029 die Pflicht-Beimischung (GEG §71 Abs. 9 / GMG-Entwurf). Ein Altkessel muss im Betrachtungszeitraum realistischerweise ohnehin ersetzt werden.
Gesetzliche Pflichtquoten (GEG §71 Abs. 9): 2029: 15 % · 2035: 30 % · 2040: 60 %
Der GMG-Entwurf (Feb. 2026) sieht ggf. niedrigere Startwerte vor (10 % ab 2029). Wir rechnen mit der aktuell geltenden GEG-Obergrenze.

Preis-Aufschlag Bio-Brennstoff:
Biogas-Tarife kosten laut ZfK/BDEW ca. 2 bis 4 ct/kWh mehr als Erdgas (~23 % Aufschlag bei 10 % Beimischung). Bei höheren Quoten steigt der Aufschlag überproportional, da die verfügbaren Biomethan-Mengen begrenzt sind.

Langfrist-Prognose (Öko-Institut, März 2026):
Gasheizung: von heute ~11 ct/kWh → ~15 ct/kWh (2029) → über 25 ct/kWh (2040). Treiber: steigende Netzentgelte + CO₂-Preis + wachsender Biomethan-Anteil.

Quellen:
① GEG §71 Abs. 9 (Bundesgesetzblatt 2024) · ② GMG-Eckpunktepapier BMWSB (Feb. 2026) · ③ Öko-Institut: „Gebäudemodernisierungsgesetz: steigende Heizkosten erwartet" (März 2026) · ④ BDEW-Gaspreisanalyse (Jan. 2026) · ⑤ ZfK: „Biogas-Tarife meist deutlich teurer als Erdgas"

KfW 458: Heizungsförderung (Reform ab 21.07.2026)

Förderdetails und rechtliche Hinweise

Max. 80 %* der förderfähigen Kosten. Klimabonus und Bemessungsgrenze sinken halbjährlich zu festen Stichtagen: Früh beantragen lohnt sich. Boni setzen selbstnutzende Eigentümer voraus; Antrag vor Vorhabensbeginn; kein Rechtsanspruch, vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel. Stand 07/2026.

*Bis zu 80 Prozent Förderung = Grundförderung 30 Prozent + Klimabonus 16 Prozent + Einkommensbonus 40 Prozent. Voraussetzungen: selbstnutzende Eigentümer, funktionsfähige Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder Gas- bzw. Biomasseheizung ab 20 Jahren, anrechenbares zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro (bei mindestens einem minderjährigen Kind werden einmalig 10.000 Euro abgezogen), Antrag im Zeitraum 21.07.2026 bis 31.01.2027 (danach sinkt der Klimabonus halbjährlich). Gedeckelt auf 80 Prozent von höchstens 28.000 Euro förderfähigen Kosten der ersten Wohneinheit, also höchstens 22.400 Euro Zuschuss.

Grundförderung: 30 %Für jeden Heizungstausch auf eine Wärmepumpe
Wärmepumpe aus europäischer FertigungGängige Wolf- und Vaillant-Baureihen: in der Regel ja (modellabhängig). Ab 2027 lt. KfW: Grundförderung sinkt für alle auf 15 %, EU-Geräte erhalten +15 % Wertschöpfungsbonus (effektiv weiter 30 %); nicht-europäische Geräte bleiben bei 15 % (Richtlinie ausstehend).
Klimageschwindigkeitsbonus: 16 %Nur selbstnutzende Eigentümer. Sinkt zum 01.02. und 01.08. um je 4 %-Punkte, entfällt ab 01.08.2028.
Klimabonus-Voraussetzung erfülltIhre alte Heizung ist eine funktionsfähige Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung ODER eine Gas-/Biomasseheizung, die mindestens 20 Jahre alt ist (KfW 458). Ohne diese Voraussetzung entfällt der Klimabonus.
Minderjähriges Kind im HaushaltEinmaliger Familienzuschlag: 10.000 € Abzug vom zu versteuernden Einkommen, unabhängig von der Kinderzahl (KfW-Regel, Nachweis Meldebescheinigung).
Anrechenbares Einkommen: 60.000 € → Einkommensbonus: +0 %
Stufen: bis 30.000 € = +40 % · bis 40.000 € = +30 % · bis 50.000 € = +10 %
Entfallen ab 21.07.2026: Effizienzbonus (5 % für natürliche Kältemittel) und Emissionsminderungszuschlag. Tipp: Jedes Halbjahr Warten kostet 4 %-Punkte Klimabonus, ab 2027 zusätzlich 750 € Bemessungsgrenze.
Ihre Förderquote: 46 %
Förderfähig (max. 28.000 €): 28.000 €
Förderbetrag: 12.880 €
Netto nach KfW 458: 17.120 €

Finanzierung i

Die wenigsten zahlen die neue Heizung bar, egal ob Wärmepumpe oder Gaskessel. Legen Sie hier Ihre Finanzierung fest. Im Ergebnis vergleichen wir dann fair: neue Wärmepumpe finanziert gegen neue fossile Anlage finanziert, jeweils Rate plus laufende Kosten.

Wärmepumpe finanzieren (KfW-Ergänzungskredit)Blendet den monatlichen Vergleich im Ergebnis ein
Der Denkfehler, den wir auflösen: Viele vergleichen die finanzierte Wärmepumpe mit der „alten Gasrechnung". Das ist unfair, denn die alte Heizung ist am Ende. Der ehrliche Vergleich lautet: neue WP-Rate + WP-Strom gegen neue Gas-/Öl-Rate + steigende Brennstoffkosten. Genau das rechnet der monatliche Vergleich im Ergebnis.

Immobilienwert i

Wertsteigerung der Immobilie einrechnenBessere Energieeffizienzklasse = höherer Verkaufswert

Dynamischer Stromtarif + SG-Ready i

Dynamischen Stromtarif einrechnenSG-Ready-Lastverschiebung: ~10 ct/kWh Spread, 2 bis 4 Std. Verschiebepotenzial

Ergebnis

Unverbindliche Modellrechnung auf Basis Ihrer Eingaben, keine Zusicherung von Einsparungen oder Förderungen. Alle Annahmen und Quellen unten im Detail.

Kumulative Ersparnis

Grüne Fläche = Ihr Gewinn durch die Wärmepumpe. Steigt die Linie über Null, hat sich die Wärmepumpe bezahlt gemacht. Die rote gestrichelte Markierung zeigt diesen Punkt.

Was sparen Sie jedes Jahr?

Jeder Balken zeigt, wie viel Sie in dem Jahr mit der Wärmepumpe sparen. Was die einzelnen Farben bedeuten, steht in der Legende direkt unter der Grafik.

Was kostet Heizen pro Jahr?

Rote Balken = was Heizen mit Öl oder Gas pro Jahr kostet. Grüne Balken = was die Wärmepumpe pro Jahr kostet. Die orange Linie ist der Unterschied: Ihre jährliche Ersparnis.

Detailtabelle